( http://www.pc-magazin.de/ratgeber/startbeschleunigung-fuer-windows-7-1097170.html ) - Bootzeit von Windows 7 messen =============================== protokolliert: klicken Sie auf Start und geben im Eingabefeld den Befehl eventvwr.exe ein. In der Ereignisanzeige verbergen sich die Boot-Zeiten unter Anwendungs- und Dienstprotokolle, Microsoft, Windows, Diagnostics-Performance und Betriebsbereit. In der nun erscheinenden, nach Datum sortierten Liste zeigt Windows unter der Ereignis-ID 100 an die jeweilige Startdauer an. Windows fährt mit fortschreitendem Betriebssystem-alter meist deutlich langsamer hoch. - Backup der Systemeinstellungen anlegen ========================================= Windows-Sicherung rufen Sie in der Systemsteuerung über System und Sicherheit und Sicherung des Computers erstellen auf. Alternativen: Gratis-Tools wie Paragon Backup & Recovery Free Edition oder DriveImage XML - Bootmenü optimal anpassen =========================== Standardbetriebssystem + Anzeigedauer: Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> linken Fensterhälfte: Erweiterte Systemeinstellungen -> im nächsten Fenster unter der Rubrik Starten und Wiederherstellen auf die Schaltfläche Einstellungen. einzelnen Einträge im Bootmenü bearbeiten: bcdedit.exe oder EasyBCD - Autostarts identifizieren =========================== msconfig.exe Unter "Systemstart" sind alle Programme, die selbstständig starten sollen, mit ihrem Namen, dem Hersteller sowie dem Speicherort und Registry-Pfad aufgeführt. Nicht ganz so übersichtlich ist das Register "Dienste". Das liegt jedoch schlichtweg an der großen Zahl an Diensten, die Windows startet und zur Verfügung stellt. Msconfig eignet sich sehr gut für Testzwecke, denn Sie können Autostarts lediglich deaktivieren, aber nicht endgültig löschen. Funktioniert eine bestimmte Funktion oder ein Programm nicht mehr, nachdem Sie einen Systemstart-Eintrag deaktiviert haben, reaktivieren Sie diesen einfach wieder. Sie sollten die Dienste mit msconfig jedoch links liegen lassen, denn dafür eignet sich ein anderes Windows-Bordmittel deutlich besser. Autostarts mit Autoruns auf der Spur: das kostenlos von Microsoft angebotene Sysinternals Autoruns Das Programm wirkt auf den ersten Blick reichlich unübersichtlich, da es nach dem Start das Register Everything anzeigt, das sämtliche Programme, Dienste, Treiber, Betriebssystem-Erweiterungen sowie sonstige Autostarts enthält. Übersichtlicher wird es, wenn Sie auf andere Register umschalten. Autoruns führt die Dienste im Register Services auf und zeigt im Register Logon alle Programme an, die Windows bei Systemstart lädt. Weitere Register sind zum Beispiel Explorer und Internet Explorer, in denen sämtliche Erweiterungen für den Windows-Dateimanager und den Internet Explorer stehen. Ebenso wie msconfig kann Autoruns die Windows-Komponenten ausblenden, wendet diese Einstellung aber bereits in seiner Standardeinstellung an. Wollen Sie diese Einstellung ändern, entfernen Sie im Menü Options das Häkchen bei Hide Microsoft and Windows Entries aktualisieren die Ansicht anschließend mit der Taste F5. Autoruns erleichtert Ihnen auch die Suche nach Informationen über unbekannte Einträge. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Programm und wählen Search Online. Autoruns startet daraufhin eine Google-Suche im Standard-Browser. Um einen Autostart-Eintrag zu löschen, markieren Sie ihn und drücken die Tastenkombination STRG + D. Das klappt auch, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag klicken und den Kontextmenü-Befehl Delete auswählen. Einen Autostart-Eintrag restlos löschen sollten Sie nur dann, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass Sie das entsprechende Programm nicht mehr benötigen oder es sich bei dem Eintrag zum Beispiel um eine Karteileiche handelt. So bleiben zum Beispiel beim Deinstallieren von Programmen recht häufig Komponenten übrig, die weiterhin als Autostarts durch das System geistern, aber keine Funktion mehr besitzen. Potenzielle Bootzeit-Störenfriede können Sie übrigens sofort erkennen, wenn Sie eine neue Anwendung installieren. Vergleichen Sie dazu einfach mit Autoruns den Systemzustand vor und nach dessen Installation. Einen Schnappschuss der aktuellen Systemkonfiguration speichern Sie über File, Save. Nach der Installation können Sie über File, Compare auf einen Blick erkennen, welche Einträge sich geändert haben. Im Kasten links zeigen wir Ihnen, wie Sie mit dieser Funktion ein vermeintlich harmloses Google-Programm als Spyware und Systembremse entlarven. - Dienste verwalten: services.msc ================================= Das rufen Sie im Startmenü über Systemsteuerung, System und Sicherheit, Verwaltung und schließlich Dienste auf. Alternativ geben Sie im Eingabefeld des Startmenüs services.msc ein. Windows unterteilt seine Dienste in vier unterschiedliche Starttypen: Automatisch, Automatisch (Verzögerter Start), Manuell und Deaktiviert. Die Starttypen zeigt das Windows-Tool in der gleichnamigen Spalte an. Einen auf Automatisch gesetzten Dienst startet das Betriebssystem beim Hochfahren selbsttätig, als Automatisch (Verzögerter Start) markierte Dienste dagegen erst nach dem Systemstart. Steht in der Liste ein Dienst auf Manuell, bliebt dieser zunächst inaktiv, kann aber von Anwendungen gestartet werden. Beim Status Deaktiviert geht dagegen gar nichts mehr: Ein solcher Dienst lässt sich weder von Windows noch anderen Programmen aufrufen. Haben Sie einen Dienst gefunden, den Sie ausschalten wollen, klicken Sie ihn mit der rechten Maustaste an und rufen Sie dessen Eigenschaften aus dem Kontextmenü auf. Wechseln Sie dann in das Register Abhängigkeiten, um zu überprüfen, ob noch weitere Dienste vom ausgewählten Dienst abhängig sind. Nur wenn dieses Feld leer ist, sollten Sie den Dienst deaktivieren. Besteht dagegen eine Abhängigkeit, müssen Sie zuerst den abhängigen Dienst ausschalten, sonst drohen Fehler und im schlimmsten Fall Systemabstürze. Ist das Feld leer, wechseln Sie in das Register Allgemein und deaktivieren den Dienst über die Schaltfläche Beenden. Damit Windows den Dienst beim nächsten Systemstart nicht mehr startet, müssen Sie nun noch seinen Starttyp ändern. Nur wenn Sie absolut sicher sind, dass der Dienst nicht mehr benötigt wird, sollten Sie diesen auf Deaktiviert setzen. Ansonsten stellen Sie den Dienst auf Manuell, damit dieser gegebenenfalls noch von anderen Anwendungen geladen werden kann. Im Prinzip kommen für das Tuning nur diejenigen Dienste in Frage, die gestartet sind und deren Starttyp auf Automatisch steht. Diese werden beim Hochfahren auf jeden Fall geladen und können damit den Systemstart verlängern. Seltener benötigte Dienste sind dagegen meist mit Manuell markiert, sollten sie aber gerade gestartet sein, kann Windows wahrscheinlich trotzdem nicht auf sie verzichten. Gehen Sie beim Dienste-Tuning so behutsam vor wie oben beschrieben: Stellen Sie einen automatischen Dienst zunächst auf Manuell und testen Sie Ihre Einstellung, bevor Sie diesen ganz deaktivieren. Dienste von Drittherstellern lassen sich meist gefahrlos deaktivieren und wirken sich allenfalls auf das zugehörige Programm aus. Das gilt auch, wenn es sich bei dem Dienst um ein Überbleibsel eines bereits deinstallierten Programms handelt. Vorsicht ist dagegen bei Windows-Diensten angesagt, weil sie teils grundlegende Systemaufgaben wie die Hardware-Erkennung übernehmen oder wichtige Komponenten wie die Windows Firewall bereitstellen. Unbedacht deaktivierte Dienste können das komplette System lahm legen. Deshalb trauen sich Tuning-Tools nur mit Bedacht an dieses Gebiet heran und Sie sollten ebenso vorsichtig sein. Verzichtbare und unverzichtbare Dienste Einen Idealweg beim Deaktivieren von Diensten gibt es nicht, vielmehr entscheiden die Hardware-Ausstattung des Computers und der persönliche Geschmack. So sind beispielsweise die Designs ein Abschaltkandidat, wenn Sie auf die Designverwaltung von Windows verzichten können. Sitzt im PC keine veraltete NetBIOS-Technik, können Sie den zugehörigen TCP/IP-NetBIOS-Hilfdienst ausschalten. Auf keinen Fall sollten Sie beispielsweise den Remoteprozeduraufruf (RPC) deaktivieren, denn von ihm hängen fast alle anderen Systemkomponenten ab. Wer auf Sound nicht verzichten will, sollte die Finger von Windows-Audio lassen, das Drucken gelingt nur bei aktivierter Druckwarteschlange und ohne den Benutzerprofildienst funktioniert die An- und Abmeldung am System nicht mehr. Wer sich nicht an die Dienste herantraut, kann sich stattdessen mit Tools wie XP-AntiSpy behelfen, die einige Dienste per Mausklick deaktivieren und dabei keine systemkritischen Dienste antasten. Anders als der Name vermuten lässt, läuft die Freeware auch unter Windows 7. Bei Programmstart legt XP-AntiSpy auf Wunsch ein Profil sämtlicher Einstellungen an und kann sie daher jederzeit wieder auf Knopfdruck rückgängig machen. - Soluto optimiert Boot-Vorgang =============================== unterteilt sich in drei Kategorien von Programmen. Unter "No-brainer" stehen alle Anwendungen wie zum Beispiel Skype, die man gefahrlos deaktivieren kann. Bei der Kategorie "Potentially removable" ist sich Soluto nicht sicher, ob sich die dort aufgeführten Dienste und Programme bedenkenlos abschalten lassen. Als Hilfestellung zeigt Soluto bei jedem Eintrag, wie andere Benutzer in diesem Fall gehandelt haben. In der dritten Kategorie fällt das Tuning flach, weil dort ausschließlich für den Start von Windows unverzichtbare Systemprogramme stehen. - Schnellstart aus dem hybriden Stand-by-Modus ============================================== Starten Sie Windows 7 einfach aus dem hybriden Stand-by-Modus, einer Kombination aus den Klassikern Stand-by-Modus und Ruhezustand. Dabei speichert das Betriebssystem geöffnete Dokumente und Programme sowohl im Arbeitsspeicher als auch auf der Festplatte und versetzt den PC in einen Zustand mit niedrigem Energieverbrauch. Im Gegensatz zum Stand-by-Modus gehen damit selbst nach einem Stromausfall keine Daten verloren und Windows kann schnell wieder starten. Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> Energieoptionen -> aktivierten Energiesparplan -> Energiesparplaneinstellungen ändern -> Erweiterte Energieeinstellungen ändern -> Energie sparen und Hybriden Standbymodus zulassen. ( Windows blendet einige Systemeinstellungen aus, wenn Sie nicht als Administrator angemeldet sind. Außerdem muss der Stand-by-Modus sowohl im BIOS aktiviert sein als auch von der Grafikkarte unterstützt werden, was sich bei letzterer gegebenenfalls durch ein Treiber-Update nachrüsten lässt. ) - Schneller booten mit dem BIOS-Nachfolger EFI ==============================================