Linux-Desktop per Handy fernsteuern ( ungesichert, ohne ssh-tunnel ) ( http://blog.chip.de/chip-linux-blog/linux-desktop-per-handy-fernsteuern-20080916/ ) Das Handy als Fernbedienung zu benutzen ist eine feine Sache. Ich kann damit nicht nur einen Audio-Player wie Amarok von jedem Zimmer aus steuern, sondern per Internet auch Dokumente und Bilder saugen, falls ich unterwegs etwas wichtiges auf meinem Rechner vergessen haben sollte. Das Einrichten funktioniert einfach und schnell per VNC. Ich habe mich dabei für TightVNC auf dem Desktop und VNC2Go (Java) auf dem Handy entschieden. Zunächst musste ich den TightVNCserver installieren – kein Problem, denn die nötigen Pakete lagen bereits in den Repositories. Danach muss der Dienst noch aktiviert und eingerichtet werden. Dazu gibt man einfach “tightvncserver” in der Konsole ein (ohne root) und vergibt ein Passwort. Das war’s auch schon. Zu VNC2Go gehören zwei Pakete, die ich mir aufs Handy kopiert und per Klick installiert habe. Beim Programmstart musste ich nur meine IP-Adresse, den Port und das Passwort angeben. Die IP-Adresse lässt sich in der Konsole mit ifconfig anzeigen. Der Port ist bei VNC standardmäßig “5900”. Sollte das nicht klappen, erhöht man die Zahl einfach um einen Wert – also 5901. Das sieht dann etwa so aus: 192.168.178.00:5900 Passwort Das Tool verbindet sich mit dem Server und der Desktop wird auf dem Handy angezeigt. Die Steuerung funktioniert leider nicht per Touchscreen, sondern nur mit Tasteneingabe. Das ist aber auch das einzige Manko an dem Programm. Tipp: Wer sich auf dem PC zusätzlich den TightVNC-Client installiert, kann den Desktop vorher optimieren – etwa den Audio-Player so einrichten, dass die Steuerung fürs Handy einfacher ist, oder bestimmte Ordner bereits auf dem Desktop liegen. Die Änderungen betreffen dabei nicht den Standard-Desktop, sondern nur den im Client. Ich will natürlich nicht verschweigen, dass eine Verbindung übers Netz ohne SSH-Tunnel nicht unbedingt die sicherste Lösung ist.