Notfall ( http://www.pro-linux.de/news/2002/0019.html ) ( http://wiki.ubuntuusers.de/Notfall#Systemreaktion ) Kurztipp: Der Magic SysRQ-Key Gesendet von RvB am Mo, 13 Mar um 15:34 Trotz daß Linux sehr stabil ist können Kernel-Panics in der Ausnahme auftreten, manchmal wird auch der X-Server gestoppt und man kann auf kann nichts mehr tun, auch nicht die Konsolen wechseln. Was macht man in einem solchen Fall? Man drückt die Reset-Taste und riskiert dabei seinen ganzen Daten-Bestand? FALSCH! Es gibt eine Möglichkeit das System, auch wenn es ganz und völlig zugerammelt ist, sauber herunterzufahren, oder auch noch die Ursache für das Problem herauszufinden. Für diesen Zweck gibt es im Kernel eine Option, sie ist in der Kathegorie "Kernelhacking" und heißt "Magic SysRQ key". Wenn diese Option mit in der Kernel einkompiliert wird, dann stehen Ihnen folgende Tastenkombinationen zur Verfügung: (auf älteren Tastaturen ist die Taste als "Print Screen" oder "S-Abf" bekannt, im Deutschen mehr als "Druck"-Taste). Mit Alt+SysRQ+r nehmen Sie dem X-Server die Kontrolle über Maus&Tastatur weg. Das kann nützlich sein um bei einem gecrashten X-Server auf eine andere Konsole zu wechseln und den X-Server zu killen oder seine Fehlermeldungen zu sehen. Alt+SysRQ+k killt alle Prozesse auf dem Aktuellen Terminal. Dies ist ungünstig auf Terminals zu verwenden, auf denen ein X läuft, da die Graphik stehen bleibt und Sie nicht sehen werden, was Sie tippen. Alt+SysRQ+b kommt eine Reset gleich: Ein Neustart ohne umounten oder syncen. Bei Alt+SysRQ+o wird das System über APM nieder gemacht. Alt+SysRQ+s schreibt die Daten aus dem Disk-Cache von Linux (auch als Block-Device-Buffer bekannt) auf die Festplatte, es wird ein Sync durchgeführt. Alt+SysRQ+u umountet alle gemounteten Dateisysteme readonly. Nachdem Sie diesen Key benutzt haben, können Sie ihr System mit Alt+SysRQ+b ohne Schaden rebooten. Alt+SysRQ+m gibt Infos über den Speicher auf der Console aus. Alt+SysRQ+e sendet SIGTERM zu allen Prozessen außer INIT. Alt+SysRQ+i sendet SIGKILL zu allen Prozessen, außer Init. Alt+SysRQ+l sendet SIGKILL zu allen Prozessen, inclusive Init. (Ihr System ist danach nicht mehr funktionsfähig)... Um also ihren Rechner nach einem richtigen Festrammler noch sauber herunterbringen müssen Sie folgendes tun: Alt+SysRQ+e (sendet TERM-Signal, Prozesse können sich noch ordnungsgemäß beenden (zB Daten speichern)) Alt+SysRQ+u (sync wird beim Umount eh' gemacht) Alt+SysRQ+i (für die Prozesse, die auf TERM nicht hören gibt es halt ein KILL (kommt einem kill -9 prozess gleich) Alt+SysRQ+b (reboot). Re: Der Magic SysRQ-Key Gesendet von Rüdi am Fr, 2 Mar um 10:36 echo "1" > /proc/sys/kernel/sysrq nicht vergessen. Damit die Tasten funktionieren musst du zuerst die Kontrolle über die Tastatur zurückgewinnen! Also in der Reihenfolge: alt+sysrw+r dem X-Server die Kontrolle über Maus&Tastatur nehmen alt+sysrw+s Disk-Cache auf HD schreiben, Sync durchgeführen alt+sysrw+e sendet SIGTERM zu allen Prozessen außer INIT alt+sysrw+i sendet SIGKILL zu allen Prozessen, außer Init alt+sysrw+u umountet alle gemounteten Dateisysteme readonly alt+sysrw+b Reset: Neustart ohne umounten oder syncen Ohne zuerst auf R zu drücken gehen sonst die Befehle wirklich nicht ... Alt+SysRQ+k killt alle Prozesse auf dem Aktuellen Terminal. Dies ist ungünstig auf Terminals zu verwenden, auf denen ein X läuft, da die Graphik stehen bleibt und Sie nicht sehen werden, was Sie tippen. Alt+SysRQ+o das System wird über APM nieder gemacht Alt+SysRQ+m gibt Infos über den Speicher auf der Console aus Alt+SysRQ+l sendet SIGKILL zu allen Prozessen, inclusive Init, System ist danach nicht mehr funktionsfähig !